4 in einem Jahr

– hatten wir Stand heute

Wasserrohrbrüche in unserer Wohnung 🤮

Zwei davon diese Woche. Ich bin nervlich am Ende. Ich fühle mich nicht mehr sicher in unserer Wohnung. Das Wasser kommt immer zum Sicherungskasten raus. Wir werden von Lichtern geweckt, die selbst angehen, weil die Sicherungen kurzschließen. Ich habe Angst vor dem Nachhause kommen – läuft schon wieder Wasser, ist alles trocken 😳

Wir brauchen noch Minimum 10 Wochen bis wir ins Haus ziehen können. Das ist Katastrophal. Ich weiß nicht, wie ich es hier noch so lange aushalten soll. Ich habe Angst um meine Familie.

Eure Frau Planungeduld

🏡- Rohinstallation

Jetzt ist es wirklich schon sehr lange her, dass ich hier über den Hausbau geschrieben habe.

Leider gab es mit den Fenstern eine Verzögerung von 4 Wochen – Corona bedingt. Somit wurden unsere 4 Wochen Weihnachtspause doppelt so lange 😩 Das hieß weniger Präsenz auf der Baustelle, was für mich mit dem zweiten Lockdown sehr gut war. Trotzdem gibt es viel zu organisieren, es gab Probleme mit Rechnungen und angedrohtem Abspringen von Arbeiten, sollten wir die unverschämt hohe Rechnung nicht begleichen. Ich bin froh, dass wir für diese Dinge einen guten Bauleiter haben, auch wenn ich trotzdem ständig hinter allem her sein muss. Er hat natürlich auch viel zu tun und vergisst schonmal Dinge, die nicht ganz akut sind.🤔Aber dafür bin ja ich da – in meiner Schnellwahlliste steht er ganz oben 🙈

Wie sieht’s gerade aus?

Wir sind in den letzten Zügen der Rohinstallation. Der Elektriker muss noch die Kabelliste überprüfen und die Kabel noch zu den Verteilern führen, dann ist er mit der Rohinstallation fertig. Die Gipser sind da und leider nicht von der schnellen Sorte – da muss ich morgen direkt wieder eingreifen. Morgen muss der Maurer kommen um die letzten Löcher zu stopfen. Eigentlich sollte Ende der Woche der Innenputz fertig sein – das sehe ich noch nicht 🤷

Aber alle Fensterbretter sind drin 🥳 Wir haben uns für weiße Kompaktplatten entschieden und sind total glücklich damit.

Endlich sind die letzten Ziegel drauf – die mussten Nachbestellt werden, wurden von den Gerüstbauern beim Abbauen des Gerüstes zerstört und wir mussten auf die Nachlieferung warten. Das Dachfenster mit elektrischem Rolladen ist eingebaut. Die Photovoltaik Module auf dem Dach.

Wir haben zwei Bautüren – eine in Rot und eine in Grau. Unser Garagentor ziert eine grüne Plane – gerade ist es bunt bei uns.

Wie sieht der Zeitplan aus? Im Juli wird umgezogen – dafür gibt es jetzt einen Beschleuniger beim Estrichtrocknen – wir müssen Zeit aufholen. Mit dem Fliesenleger haben wir gestern die Bäder besprochen. Am Mittwoch haben wir uns einen Boden ausgesucht. Die Küche ist für Ende Juni bestellt. Für den Innenausbau sind wir glaube ich auf einem ganz guten Weg und haben alles auf den Weg gebracht. Wenn die Handwerker Hand in Hand arbeiten – haben wir einen guten Zeitpuffer.

Noch ein großer Punkt ist die Außenanlage – da sind wir gerade noch dabei zu organisieren. Ein Teil muss zum Einzug gemacht sein, den anderen werden wir in Eigenleistung nach und nach machen.

Und unser erster eigens gekaufter Briefkasten ist angekommen ☺️

So ich hoffe ich komme bald mal wieder zum Schreiben.

Eure Frau Planungeduld

5 und 3

Hier stehen diese Woche zwei Kindergeburtstage an.

M wird 5. 😳 Somit ist sie ab Herbst ein Vorschulkind.

L wird 3 und geht ab März in den Kindergarten.

Und ich sitze hier und verdrücke ganz viele Tränen. Weil die Zeit so schnell vergeht. Weil die beiden schon so groß sind. Weil ihr Bruder ihnen fleißig hinterher rennt. Die Situation dieser Pandemie belastend ist.

Für mich sind die beiden noch so klein und doch sind sie schon so groß. Sie haben so viel gelernt, sind so selbstständig geworden in vielen kleinen Dingen und am liebsten kuscheln sie Nachts eben doch noch mit uns🥰

Ich liebe meine Mädels über alles. So wie sie sind – liebevoll, laut, anstrengend, herausfordernd, leise, rosaliebend, eigensinnig, stur, zielstrebig, wild und kuschelig.

Wo ist die Zeit nur hin?

Eure Frau Planungeduld

Vollständig ! … ?

Es war ein Wort – ein Satz: Nun da ihr vollständig seid…!

Fühle ich unsere Familie als vollständig? Das kann ich mit einem klaren Nein beantworten.

Aber woran liegt es? Kann man sich als Familie mit Sternenkind je vollständig fühlen? Sind es die Stillhormone oder ist es wirklich ein erneuter Kinderwunsch?

Bei den Mädels kam um den ersten Geburtstag auch dieser Wunsch nach einem weiteren Kind auf. Jetzt wieder- ist das jetzt einfach Routine? Kann ich es aussitzen? Wird es irgendwann weggehen?

Und dann ist da die Realistin in mir. Vier Kinder- kann ich ihnen allen gerecht werden? Ist es denn anderen Kids gegenüber fair ihnen eine weitere Schwangerschaft und Babyzeit zu zumuten? Wie wäre der Alltag? Können wir uns das finanzielle leisten? Eigentlich ist unser Haus nicht für vier Kinder konzipiert 🤦‍♀️ Es würde gehen, aber nicht optimal, wenn jedes Kind ein Zimmer haben soll. Reaktionen der Familie? ( Sollte mir egal sein, ist es nicht) Würde es überhaupt nochmal auf natürlichem Wege klappen? Eine erneute Kinderwunsch Behandlung wird es nicht geben!

Jetzt möchte ich nicht schwanger werden. Wir stecken mitten im Hausbau. Ende des Jahres werde ich wieder arbeiten gehen. Ich genieße noch die restliche Stillzeit mit J, für die wir so gekämpft haben. Mein Lieblingsmann war nachdem J auf der Welt war derjenige, der am lautesten Geschrien hat das war’s jetzt. Gerade ist er sehr still und widersprach meinem Gefühl von Unvollständigkeit nicht. Er überlegt sich Lösungen für’s Haus.

Und da ist der Gedanke, dass wir zufrieden sein sollten mit unseren drei Kindern. Kann man das Schicksal ein viertes Mal herausfordern? Darf man das? Sollte man es?

Ich wollte immer zwei Kinder und jetzt fühle ich mich mit drei nicht vollständig 🤷 Ich liebe mein Mama Dasein, kann mir gerade gar nicht vorstellen wieder arbeiten zu gehen. Liegt gerade aber auch mit am Baustress.

Ach ihr seht mir geht soviel durch den Kopf. Viele Fragen und Gedanken. Ich weiß, dass ich darauf jetzt keine Antwort finden muss. Aber es mal aufzuschreiben tat gut. Wir haben noch Zeit. Ich werde in ein paar Tagen 34. Aber eben auch nicht unendlich.

Eure Frau Planungeduld

Jahresrückblick 2020

1.Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Mhm ja -Corona -muss ich mehr sagen 😔 Aber es war ein Jahr mit viel Familienzeit und unser Hausbau ist gestartet. Ich geb ihm noch ne 5.

  1. Zugenommen oder abgenommen?

Erst zugenommen, dann abgenommen, jetzt wieder etwas mehr 🤦‍♀️ 😉 (ich sag nur Plätzchen 🙈)

  1. Haare länger oder kürzer?

Länger – Friseure haben ja zu 😔

  1. Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?

Immer noch kurzsichtig – was die Brille angeht. Für mein Leben – weitsichtiger!

  1. Mehr Kohle oder weniger?

Weniger.

  1. Besseren Job oder schlechteren?

Den gleichen: 24-Stunden-Mama von zwei aufgeweckten Mädels und einem kleinen Wunderjungen! 😁

  1. Mehr ausgegeben oder weniger?

Oh sooo viel 🙈 Hausbau und Autokauf

  1. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Beim Rubbellos ein Euro 🥳

  1. Mehr bewegt oder weniger?

Sehr unterschiedlich, je nach Lockdown Zustand 😔

  1. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

2

  1. Welche davon war für dich die Schlimmste?

Nur ne leichte Erkältung

  1. Der hirnrissigste Plan?

  1. Die gefährlichste Unternehmung?

Da muss ich passen!

  1. Die teuerste Anschaffung?

Ein Rohbau 😉

  1. Das leckerste Essen?

Im Lieblingsrestaurant zum Hochzeitstag

  1. Das beeindruckendste Buch?

  1. Der ergreifendste Film?

  1. Die beste CD?

Mhm – Alexa: spiele Kinderlieder 😁

  1. Das schönste Konzert?

Gab keins

  1. Die meiste Zeit verbracht mit?

Ganz klar: M, L und J

  1. Die schönste Zeit verbracht mit?

Meiner Familie❤

  1. 2020zum ersten Mal getan?

Hausbau, Leerrohre verlegt, drei Kinder über Monate zu Hause betreut, in einer Pandemie gelebt, seit Jahren unsere Freunde zu Weihnachten nicht gesehen 😥

  1. 2020 nach langer Zeit wieder getan?

eine Nacht durchgeschlafen 😉

  1. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

*Corona

*Lockdown und Kontaktreduzierung

*Verzögerung beim Hausbau

  1. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Mich selbst, dass wir das mit dem Stillen schaffen (wir stillen noch)

  1. Das schönste Geschenk, dass ich jemandem gemacht habe?

❤Unsere Töchter und unser Sohn❤

  1. Das schönste Geschenk, dass mir jemand gemacht hat?

Muttermilchschmuck

  1. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Du machst das gut“

  1. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

“Ich liebe dich“

  1. Dein Wort des Jahres? Mama
  1. Dein Unwort des Jahres?

Corona

Ein Jahr J

Ein paar Tage zu spät, aber wenigstens hab ich es geschafft.

Unser kleiner J ist schon ein Jahr alt. Kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind.

Er ist 78 cm groß und 9680g leicht. Er läuft frei seit er 11 Monate alt ist. Er klettert auf alles was ihm in den Weg kommt, sodass das Picklerdreieck der Mädels erstmal weichen musste. Er öffnet alle Schränke, so dass wir jetzt beim dritten Kind Schranksicherung anbringen mussten 🙈

Er ist ein ausgeglichenes Kerlchen und sehr anhänglich. Will am liebsten mit seinen Schwestern mitspielen und krabbelt/läuft ihnen beim Spielen hinterher. Er freut sich riesig, wenn sie morgens aus dem Bett kommen oder von der Kita nach Hause. Er ist ein Frühaufsteher und alles ab 6 Uhr ist für mich lange geschlafen. Er plappert viel. Er spricht Mama, Papa, Opa, Hoch und Wau-Wau. Ein eigenes Wort für Gurke gibt es und über Da-Da versuchen wir zu kommunizieren.

Essenstechnische haben wir eine Kombination aus Familientisch, Brei und Stillen. Also Nachts wird J gestillt. Morgens auch+ Snacken. Mittags gibt’s Brei oder Joghurt. Nachmittags Banane oder Joghurt und Abends den Abendbrei und Familientisch. Und immer wenn wir was essen bekommt er natürlich etwas ab. Zum Einschlafen gibt es noch seine Flasche, daran hat er sich gewöhnt. Er ist alles und eigentlich auch gerne. Gerade sind wir aber in einer Phase, wo essen egal was schwierig ist 🤷

Ich liebe diesen kleinen Kerl so sehr und genieße es alle drei zusammen spielen und aufwachsen zu sehen. Was für ein riesiges Glück 🥰

Eure Frau Planungeduld

Geburtsbericht J

Lieber spät als nie –

Je näher wir dem errechneten Geburtsttermin kamen, desto mehr Wehen hatte ich Abends, aber sie gingen immer wieder beim Baden weg.😔 Da wir ja wussten, dass Js eigentlicher Geburtstermin schon längst verstrichen war und der errechnete Termin 5-7 Tage später lag, wollten wir schauen, dass die Geburt losgeht. Alle Hausmittelchen hatten leider nicht geholfen. An 40+0 hatte ich einen Kontrolltermin bei meiner FÄ und sie führte eine leichte Eipollösung durch. Ich bewegte mich viel und hatte Wehen, abends wurden sie schmerzhaft und gingen durch das Baden auch nicht weg.🎉 Ich freute mich, es geht endlich los. Doch mitten in der Nacht schob L Terror und plötzlich waren alle Wehen weg. Ich war total enttäuscht.😩

Meine FÄ meinte, wenn das erste Mal noch nicht den gewünschten Erfolg bringen würde, solle ich am nächsten Tag nochmal kommen. Somit saß ich morgens bei 40+1 wieder bei ihr im Wartezimmer. Sie führte die Eipollösung erneut durch – es war etwas unangenehm, aber gut auszuhalten. Ich lief sehr viel um das Ganze zu unterstützen. Nachmittags hatte ich schon schmerzhafte regelmäßige Wehen. Die Mädels hat der Lieblingmann dann auf die Großeltern aufgeteilt und es war klar, sie bleiben dort über Nacht. Meinen Lieblingsmann hatte ich gebeten nachmittags nicht mehr arbeiten zu gehen. Um 16 Uhr habe ich meine Hebamme kontaktiert. Sie kam auch gleich vorbei zum untersuchen – frühs hieß es 2-3 cm, sie sagte 1-2 cm. Aber regelmäßige Wehen – wir sollten entspannen und was essen und wir würden in vier Stunden nochmal telefonieren. Gesagt getan – es gab selbstgemachte Pizza, aber zwischen den Wehen hatte ich nicht so viel Hunger. Wir schauten fern und ich versuchte mich abzulenken.

Um 20 Uhr telefonierte ich mit meiner Hebamme und bat sie nochmal zu kommen. Der Befund war ernüchternd mit 2-3 cm. Wir entschieden gemeinsam, dass ich wohl für meinen Kopf ins Krankenhaus müsste. Ich hatte Befürchtungen, dass die Wehen wieder aufhören und es falscher Alarm ist. Somit verabredeten wir uns für 21 Uhr im Kreißsaal – ich würde nicht ohne unseren kleinen Mann nach Hause kommen. Jetzt war ich aufgeregt und voller Vorfreude. Wir packten noch die allerletzten Dinge in die Tasche und fuhren los. Im Kreissaal angekommen, waren die Wehen weniger stark geworden. Somit sollten wir laufen und brachten in dem Zuge die Blutproben ins Labor. Auf dem Weg trafen wir noch einen bekannten Arzt, und mein Mann unterhielt sich. Bis ich sagte ich wolle wieder in den Kreißsaal. Da bekam ich dann ein Schmerzmittel mit Vomex, da mir davon unter Ms Geburt so schlecht geworden war. Ich habe es diesmal gut vertrage und es half sehr gut. Ich konnte dösen und mich etwas ausruhen. Die nächste Untersuchung ergab 6 cm. Yeah es würde nicht mehr lange dauern – aber dann nahm die Wehenstärke ab. Egal in welcher Stellung, ob stehend, sitzend – ich merkte, so kommen wir nicht voran. Das kommunizierte ich auch meiner Hebamme.

Wir entschieden gemeinsam, dass wir einen Wehentropf brauchen. Diesen nicht ohne PDA. Somit wurde die Anästhesie gerufen – die Ärztin schaffte es leider nicht beim ersten Mal mir die PDA zu legen. Sie dachte ich hätte schlimme Schmerzen und wollte sehr schnell den zweiten Versuch starten, aber da wirkte die Lokalanästhesie noch nicht. Das tat weh – aber meine Hebamme hielt mir die ganze Zeit die Hände und war für mich da. Als die PDA dann lag (4.30 Uhr), lagerte ich noch bis beide Seiten gleichmäßig betäubt waren. Aber ich konnte mich noch gut bewegen. Jetzt hieß es abwarten bis die Fruchtblase von selbst platzt. In dieser Zeit döste ich vor mich hin und sammelte Kräfte. Als um kurz vor 7 Uhr meine Hebamme den Wehentropf wieder etwas hochstellte, meinte sie zu mir, schlaf weiter. Sammel Kraft. Ich komme gleich wieder. Sie hatte gerade die Türe zu gemacht, da platzte meine Fruchtblase und ich weckte meinen Lieblingsmann, der neben mir auf dem Kreißsaalbett schlief.

Wir läuteten die Glocke. Der Arzt kam – wollte wissen ob alles gut ist. Ja die Fruchtblase ist geplatzt. Er schickt meine Hebamme. Sie war ca. 7.10 Uhr da (MM 6cm). Sie gab mir einen letzten Bolus der PDA und stöpselte mich dann von allem ab. Das schaffst du jetzt alleine. Ich merkte wie die Wehen wieder an Fahrt aufnahmen und ich das Bedürfnis hatte zu pressen. 7.20 Uhr MM vollständig geöffnet 🎉 Ich ging in den Vierfüßlerstand, das war angenehmer. Plötzlich öffnete sich die Tür – ein Techniker: Wir schalten gleich auf das Notstromaggregat um. Sie haben gleich kurzzeitig Stromausfall. Meine Hebamme: Machen Sie sofort diese Türe zu! Techniker: Aber es wird gleich alles dunkel! Hebamme: Ist mir scheiß egal. Ich bekomme dieses Kind auch im Dunkeln. Machen sie sofort die Türe zu! Nächste Türe öffnet sich, andere Hebamme: Gleich gibt es Stromausfall. Meine Hebamme: Ist mir egal, das Kind kommt jetzt. Türe zu!

Um 7.30 Uhr wurde es dunkel! Wir hatte für zwei oder drei Minuten keinen Strom im Kreißsaal, bis die Notversorgung anging. Leider ließ sich das Kreißsaalbett nicht mehr verstellen, somit musste mein Lieblingsmann als Stütze herhalten. Und um 7.43 Uhr war dann unser kleiner J da! Wir haben es gemeinsam geschafft. Was mir sofort auffiel war der echte Nabelschnurknoten. J wurde mir sofort auf die Brust gelegt, als ich mich hingelegt hatte. Für die Plazenta gab es nochmal einen Bolus Oxytocin und diesesmal kam sie ohne Problem, vollständig auf die Welt und meine Hebamme gratulierte mir.

Diese Geburt war eine unglaubliche Erfahrung. Ich wusste nicht wie Stark ich bin und welche Kräfte ich habe. Ich bin für diese Erfahrung so dankbar, sie hat so viele Wunden geheilt. Und wäre es nicht unser drittes Kind würde ich mich auf die nächsten Geburten freuen, dass ich soetwas nochmal mit meinem Lieblingsmann und meiner Hebamme erleben darf.

Eure Frau Planungeduld

Meine Drei 💜💜💙

Oh ihr habt schon so lange nichts mehr über meine Drei gelesen – hier mal ein kleines Update:

M

Meine Große wird in vier Monaten 5 Jahre alt – es ist für mich unfassbar, dass sie schon so groß ist.😳 Aber sie zeigt es mir jeden Tag. Sie ist so unfassbar gerne große Schwester. Die Lockdown-Zeit hat die beiden Schwestern zu einem tollen Team zusammengeschweißt. Die beiden können wahnsinnig gut miteinander spielen, aber auch genauso gut streiten. M muss L immer wieder das Spielzeug wegnehmen, mit voller Absicht Streit vom Zaun brechen. Auch sonst testet sie immer wieder ihre Grenzen – was vollkommen okay ist. Auf der anderen Seite ist sie fürsorglich, zurückhaltend, vorsichtig bei fremden Menschen und neuen Situationen, mutig, laut, lustig, konzentriert und hat immer noch so viele Hummeln im Hintern. Sie bleibt alleine bei ihren Freundinnen. (Ich kenne die Mamas, war davor immer schon ein paar Mal mit dort) Sie braust mit dem Bobbycar, das ihr viel zu klein ist, den Gehweg hinab und hat den größten Spaß dabei. Sie sitzt mit ihrem Papa am Esstisch und lernt innerhalb von 20 Minuten ihren Namen schreiben. Sie rechnet jetzt mit ihren Fingern und löst ihre eigen gestellten Aufgaben. Sie wäre gerne schon ein Vorschulkind und ich bin froh, dass sie es noch nicht ist. Sie ist doch noch meine kleine M. Sie kümmert sich fürsorglich um ihre Geschwister und andere Kinder. Sie ist wahnsinnig empathisch. Was sie noch lernen muss, ist lauter für ihre Grenzen und Meiungen gegenüber anderen Kindern einzustehen – gegenüber Mama und Papa kann sie es schon. Wir lesen richtige Bücher und sie kann ewig zuhören und sitzen bleiben. Auch Hörbücher sind hoch im Kurs. Und seit dem Lockdown machen wir hier Hausaufgaben – ich stelle ihr Aufgaben zusammen aus Kindergarten und Vorschulblöcken. Jeder Tag hat die passende Farbe zu unserem Kalender und so weiß sie immer welche Aufgaben heute dran sind. Sie hat daran großen Spaß und möchte am liebsten immer mehr machen. Sie isst immer noch wie ein Spatz und an anderen Tagen wie ein Scheunendrescher. Sie mag nicht gerne Gemüse im Essen, dafür mag sie gerne Obst. Alles wird gerade ohne Soße gegessen. Das Sitzen am Tisch ist viel besser geworden und wir können so tolle Gespräche führen. Sie kann es, wie wir, kaum noch erwarten in unser Haus zu ziehen – dann wohnt sie endlich bei ihren Kindergartenfreundinnen. (Hatte ich erzählt, dass die Mädels schon dort in den Kindergarten gehen, wo wir hinziehen? Das wollten wir unbedingt, damit sie sich nicht umgewöhnen müssen. Dafür muss ich jetzt eben jeden Tag fahren.) Sie ist schon 1,12m groß, hat blondes langes Haar (wir waren erst letzte Woche das erste Mal seit 2 1/2 Jahren beim Friseur zum spitzen schneiden) und strahlend blaue Augen. Ich liebe meine große laute, leise Maus!💜

L

Unsere terrible Two – noch vier Monate, dann wird sie schon Drei. Sie macht dem Namen terrible two alle Ehre. Sie kann richtige Wutanfälle bekommen und weiß genau wie und was sie will. Sie hat immer noch ein lautes Organ und kann ganz schrill Schreien, dass einem die Ohren wehtun. Das ist sehr anstrengend. Wir versuchen ihr gerade immer klar zumachen, dass sie ja jetzt reden kann und sagen was ihr nicht gefällt. Oft klappt das jetzt auch. Sie stottert gerade beim Reden – mit einzelnen Worten, Silben oder auch Buchstaben. Wir werden das beobachten – es kann auch einfach ein Entwicklungsstottern sein. Sie scheint es nicht zu stören und wir geben ihr die Zeit, die sie zum Ausreden braucht. Sie redet sehr viel und deutlich, sie tanzt und singt unheimlich gerne, ist Prinzessin und Drache. Sie ist aber auch zuckersüß, kommt zum Kuscheln und haut Sätze raus, da könnte ich mich kugeln vor Lachen so altklug sind die. Sie isst wahnsinnig gut und viel, ist trotzdem Schlank und fit. Läuft Treppen ohne festhalten hoch und runter und balanciert überall wo es nur geht. Wir sind seit sechs Monaten (Wow) schon nicht mehr bei der Atemtherapie. Ihren Lungen geht es viel besser, die aktuelle Inhalationstherapie schlägt gut an. Ihren Herzfehler bemerkt man nur bei größerer Anstrengung, aber es schränkt sie in ihrem Alltag nicht ein. Sie ist ein fröhliches, lautes, freundliches Kind. Zum Knutschen. Sie kann aber auch gut Streit mit ihrer Schwester anzetteln. Sie kann nur schlecht mit Veränderungen umgehen und tut sich schwer, wenn ihr kleiner Bruder ihr im Spiel dazwischen funkt. Sie liebt ihre Geschwister abgöttisch und vermisst ihre Schwester, wenn sie Nachmittags mal nicht da ist. Ihr Bruder wird immer als Erster begrüßt. Sie liebt es Bücher anzuschauen und spielt auch mal für sich selbst. Sie ist schon 94 cm groß, hat dunkelblondes halblanges Haar und große braune Augen. Ich liebe meine terrible two-Maus!

J

Seit 10 Monaten vervollständigt J unseren Alltag. Er ist so ein glückliches Baby. Wobei er nicht mehr so richtig Baby ist, in zwei Monaten wird er schon ein Jahr alt. Er läuft mit allem durch die Gegend, das er schieben kann. Er steht frei, kann sich alleine aufstellen und wieder hinsetzten. An allem läuft er entlang und krabbelt so schnell überall hin. Er kommuniziert mit uns und winkte mir heute das erste Mal zu. Er isst am liebsten mit uns am Familientisch mit, wobei er auch noch Brei isst. Wenn er nicht sofort bekommt was er will, wird lautstark gemeckert. Er hat jetzt sechs Zähne und zwei weitere kündigen sich schon wieder an. Mit den Zähnen hat er große Probleme, die bereiten ihm starke Schmerzen, was in schlechten Nächten resultiert. Wir stillen weiterhin noch nachts, vormittags und nachmittags nach Bedarf. Ich habe auch noch nicht das Gefühl er möchte das nicht mehr. Bis jetzt ist es für uns beide so auch in Ordnung. Mal schauen wie sich das entwickelt. Er schläft noch zweimal über den Tag verteilt. Man kann nicht so genau sagen wann, dass kommt immer auf die Nacht an. Auch die Länge variiert, je nachdem ob er auf dem Arm, im Bett oder im Kinderwagen schläft. Er hasst das anziehen und wickeln und will am liebsten immer unterwegs sein. Er krabbelt Treppen ohne Probleme nach oben und klettert mutig auf alles drauf. Für ihn mussten wir jetzt Schubladen Kindersicher machen. Er ist jetzt 76 cm lang, hat mittelblondes Haar und grüne Augen. Ich liebe meinen kleinen Mann!

Oh ich könnte noch so viel mehr erzählen! Ich genieße mein trubeliges Leben sehr, auch wenn es super anstrengend ist. Aber ich könnte es mir gar nicht mehr ohne meine Drei vorstellen. Und gerade als ich das für euch aufschreibe, habe ich meinen ersten freien Kindervormittag seit 10 Monaten. J ist mit Oma eine Runde spazieren. So und jetzt werde ich in Ruhe meinen Kaffee genießen.

Eure Frau Planungeduld

🏡- Bodenplatte und Mauern

Oh man jetzt ist mein letzter Beitrag schon über einen Monat her. Es hat sich viel getan, aber leider ziemlich langsam.

Wir hatten über eine Woche nur einen Mann auf der Baustelle und das ist nichts. Wobei dieser Bauarbeiter wirklich super nett und fleißig ist. Er kennt unsere Baustelle jetzt und bleibt mit Unterbrechungen bis der Rohbau steht. Die Mädels sind auch begeistert von ihm, weil er ihnen immer wieder etwas zeigt.

Damit wir noch einen Mann mehr auf der Baustelle haben, hat mein Mann geholfen mit einem Hamburger Modell. Innerhalb eines halben Tages war das erledigt, weil der eigentliche Hausarzt im Urlaub war. Jetzt arbeitet der Polier auf unserer Baustelle – bis sie fertig ist.

So und wer jetzt mitgezählt hat, ist schon bei 2 Bauarbeitern 😊 Da jedem Bauarbeiter ein zweiter Mann zugeteilt ist und es noch einen Kranfahrer gibt – waren sie letzte Woche sogar zu FÜNFT 😳🎉

So und jetzt ein paar Bilder. Bis zur fertigen Bodenplatte hat es noch zwei Wochen gedauert.

Eine Woche später waren die Kellerwände geschalt.
Und das ist der Stand von Freitag 😊
Unser Flur mit den Eingängen zu den Kinderzimmern und unserem Schlafzimmer.
Das ist die Aussicht aus unserem Bad 🥰

Ach und noch eine kleine Anekdote zum Schmunzeln und Kopfschütteln.☺️ Am Donnerstag bin ich das erste Mal seit Wochen nicht auf der Baustelle gewesen, sondern habe nur ein paar Fotos von oben gemacht mit L auf dem Arm. M hatte eine Impfreaktion und war“krank“ zu Hause. (Papa war gerade da) Somit hatte ich nicht viel Zeit. Abends auf der Couch schauten wir uns die Bilder an und mir fiel auf, dass die Mauer unseres Schlafzimmers durchgemauert war. Aber bis jetzt lag nur eine Reihe Steine. Ich hoffte ihnen würde auffallen, dass damit der Zugang zum Bad fehlte.

Als ich am nächsten Morgen kam war die Mauer halb hoch gemauert ohne Tür 🤦‍♀️ Ich wurde nett auf der Baustelle begrüßt und meinte sofort, dass sie die Tür vergessen hätten. „Nein. Wirklich?“ Ja sonst kommen wir nicht in unser Bad!“ – er läuft zu den Plänen. “ Oh ja wirklich. Da sollte eine Türe sein“🤣 Wir haben alle zusammen gelacht und noch ein paar Witze gemacht. Dabei wurde die Mauer wieder abgebaut und mit Loch wieder bis Nachmittag aufgebaut.🤣🤣🤣

Tja und weil beim Bauen nie etwas glatt läuft, hat uns unser Elektriker sitzen lassen. Jetzt wo nächste Woche Leerrohre in die Decke gelegt werden müssen. Es gibt jetzt eine Lösung dafür, aber für den Rest noch nicht 😩🤦‍♀️ Es wird hier also nicht langweilig …

🏡 – Fundamente

Tja und die zwei Wochen sind vorbei – und die Bodenplatte ist nicht fertig.

Wir sind noch eine Woche mehr in Verzug. Der noch höhere Schadenersatz ist gefordert.

Ich dachte echt, die Probleme konmen erst wenn die verschiedenen Gewerke aufeinander treffen. Leider ist das bei uns nicht so.

Nach meinem letzten Beitrag kam Montag früh der Anruf, dass der Kran, der Samstag gestellt wurde, kaputt ist. Am nächsten Tag sollte es weiter gehen. Leider war da kein Mensch auf der Baustelle. Am nächsten Tag sollte es weiter gehen. Und ihr könnt es euch denken, kein Mensch war auf der Baustelle. Aber als wir wegfuhren, kam gerade ein Fahrzeug der Firma mit Schalungen 🎉. Wir waren zuversichtlich, doch als wir Nachmittags kamen, waren die Schalungen nur abgestellt und niemand war zu sehen. Vormittags wurde unser Bauleiter angelogen sie würden heute auf unserer Baustelle arbeiten – somit kam der zweite Verzugsbrief.

Donnerstag waren plötzlich Bauarbeiter auf unserer Baustelle. Es wurde zum Teil die Sauberkeitsschicht gemacht, aber nach einem halben Tag war niemand mehr da😔

Freitag standen wir unangekündigt bei der Baufirma auf der Matte – und gingen mit dem Versprechen, dass es Montag los geht. Heute würden noch weitere Schalungen und der Werkzeug-Container kommen. Diese Versprechungen wurden eingehalten.

Letzte Woche wurde durchgearbeitet auf unserer Baustelle. Die Schalungen sind fast fertig, die ersten Fundamente gegossen.

Und heute? Ich werde es sehen, wenn ich die Mädels in den Kindergarten gebracht habe. Denn dann fahre ich jeden Tag zur Baustelle. Und auch wenn ich die Mädels abhole, machen wir immer einen Abstecher. Nach den Erfahrungen ist Kontrolle eindeutig besser!