Unser Wunder – SSW 37+6 🎲

Heute war vielleicht der letzte Termin bei meiner Frauenärztin vor der Geburt. Wer weiß das schon?🤷 Wenn der kleine Mann meint er müsste doch noch ein bisschen bei mir bleiben, dann sehen wir uns bei SSW 40+0 wieder.

Beim letzten US bei SSW 35+5 wurde der kleine Mann auf 3100 g geschätzt. Plötzlich war der Bauchumfang drei Wochen weiter. Es bestand der Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes. Somit habe ich wieder Blutzucker gemessen, aber alle Werte waren in Ordnung. Trotzdem habe ich meine Ernährung auf Dinkel und Vollkorn Mehl und Pasta umgestellt nach Rücksprache mit meiner Hebamme. Wir wollten ihn nicht noch zusätzlich mästen 😉 Ich sollte mit Süßigkeiten und Plätzchen aufpassen. Ansonsten wurde er schon auf 50 cm geschätzt und die Versorgung war super. Auch beim CTG bekam er eine glatte 1!

Somit war ich gestern schon sehr gespannt auf die US -Untersuchung. Der kleine Mann ist weiter fleißig gewachsen und wird nun auf 53 cm und 3600 g geschätzt😲! Wobei sie sagt, dass er wahrscheinlich gar nicht so schwer ist, weil er eben so lange ist. Er ist kein Moppelchen. Insgesamt sagt der US er sei zwei Wochen weiter. Die Versorgung ist noch super, die Plazenta noch nicht verkalkt und noch genug Fruchtwasser vorhanden. Sie meinte, es könnte sein, dass die Plazenta wieder nach der Geburt sich nicht richtig löst, weil sie noch keine Alterungserscheinungen zeigt. Das werden wir sehen. Wenn ja, dann kenne ich den Ablauf ja schon. Es wird mich nicht nochmal so überraschen. Das CTG war wieder eine glatte 1 und eine kleine Wehe war auch zu sehen – meine FÄ meinte dann, man sehe die Gebärmutter wäre Kontraktionsbereit. Der Gebärmutterhals ist noch erhalten, aber schon medial und der Muttermund schon weich und fingerdurchlässig. Diesen Befund hatte ich bei M erst eine Woche vor Geburt! Somit lassen wir uns mal überraschen – ich freue mich ihn endlich in den Armen halten zu können.

Somit kleiner Mann – du gibst den Startschuss! Mach dich auf den Weg so bald du bereit bist – gerne bald. Wir können es kaum erwarten dich endlich kennenzulernen! Hier warten zwei Schwestern ungeduldig auf dich – und dein Papa ist auch schon nervös!

Heute hatte ich Termin bei meiner Beleghebamme. Auch sie tastete einen butterweichen Muttermund und meinte, wenn es dann soweit ist wird er schnell aufgehen. Aber der Gebärmutterhals wäre noch lange, da sei keine baldige Geburt in Sicht ☹️

Was meint ihr? Geburtstagsbingo!!!🥳 Der errechnete Termin ist der 19.12.. Gestern wurde er auf 39+5 SSW vermessen. Auf welchen Termin tippt ihr?

Eure Frau Planungeduld

Unser Wunder – SSW 37+1

DANKBAR SEIN!

Heute möchte ich mich bedanken – bedanken bei meinem Körper.

Nach der Diagnose PCOS und nach der Aussage von vielen Ärzten wir könnten nicht auf normalem Wege schwanger werden, habe ich sehr mit meinem Körper gehardert. Ich war wütend und sauer, warum dies nicht gerade mir passiert und warum es nicht einfach laufen kann. Als dann mein Körper auch nicht wirklich auf das Clomifen und die FSH-Spritzen reagierte, war ich enttäuscht. Enttäuscht, dass er nicht mal mit Unterstützung es schaffte einen einzigen Follikel heranreifen zu lassen.

Mit der Stimulation zur ersten IVF und mit 22 entnommenen Eizellen war ich froh, dass dies so gut geklappt hatte. Enttäuscht, dass aufgrund der Überstimulation kein Transfer stattfand. Aber umso glücklicher, dass wir nach dem ersten Kryotransfer schwanger wurden und unser Wunder nach 41+0 SSW gesund und munter in den Armen halten durften.

Die zweite Schwangerschaft begann mit noch höheren Hormondosen, weil mein Körper darauf nicht richtig reagierte. Aber wir schafften es nach einem abgebrochenen Kryo-Zyklus erneut beim ersten Transfer schwanger zu werden. Unsere beiden Mädchen – leider verlief die Schwangerschaft alles andere als toll. Aber mein Körper kämpfte gegen die sehr schwere Präeklampsie, kompensierte was schon total schief lief und ermöglichte es unserer L bis 34+0 SSW in meinem Bauch zu bleiben.

Und jetzt möchte ich meinem Körper danke sagen, für alles was er schon durchgemacht und mitgemacht hat um uns drei wundervolle Mädels zu schenken. Die Eingriffe von außen sind anstrengend, verändernd und belastend. Aber er hat sie alle gut weggesteckt, jegliche Nebenwirkungen durchgestanden und mir die Kraft am Ende gegeben mit meinen Mädels wieder einen normalen Alltag zu führen. Auch das die schwere Präeklampsie keine bleibenden Schäden verursacht hat – DANKE!

Und dann hat mich mein Körper vollkommen überrascht – nicht nur mich, sondern auch meinen Mann, Ärzte und Hebamme. Wir wurden im zweiten Zyklus mit Fertilovit auf natürlichem Wege schwanger. So wie ich es mir immer gewünscht/ erträumt hatte. Manchmal sitze ich es immer noch hier und bin überrascht von unserem Wunder – der so fleißig wächst und gedeiht. Der kleine Mann, der mir eine normale Schwangerschaft ermöglicht hat. Bis jetzt lief alles normal und wir hoffen darauf, dass es die nächsten Wochen so weiter geht. Ich konnte mich mit meinem Körper aussöhnen und bin ihm unendlich dankbar für die Kraftanstrengungen, die er trotz der fortgeschrittenen Schwangerschaft noch mitmacht. Das ich so fit bin wie in keiner vorangegangen Schwangerschaft und dass ich wieder sehr gerne Schwanger war.

Aber jetzt bin ich auch bereit loszulassen – dankbar für diese dritte Schwangerschaft, diese auch enden zu lassen. Denn ich freue mich wahnsinnig auf die Geburt des kleinen Mannes. Ich möchte ihn endlich kennen lernen und im Arm halten. Ich möchte mit meinen drei Kindern und dem Lieblingsmann im Wochenbett im Bett kuscheln und sie nicht mehr loslassen. Dabei wird S sicher bei uns sein – sie ist der beste Schutzengel, den unsere Kinder haben können👼. Und irgendwie denke ich, sie hatte bestimmt ihre Finger im Spiel als unser Wunder so schnell zu uns kam.

Ich bin gerne schwanger. Ich bin dankbar für drei Schwangerschaften, die mich als Mensch sehr geprägt und verändert haben. Und diese letzte Schwangerschaft, die mich mit einem so positivem Gefühl sie gehen lassen kann, dass ich sehr froh bin sie erlebt zu haben. Unglaublich, dass die Zeit schon fast um ist und wir es wirklich so weit geschafft haben. Und mit dem Gefühl, dass wir auch den letzten Schritt der Geburt diesesmal gemeinsam schaffen werden – mein Körper kann das!

DANKESCHÖN für alles was du geleistet hast und leistest! Ich bin stolz und fasziniert davon. Und solangsam freue ich mich auch darauf, dich wieder für mich zu haben!😉

Hier mal noch ein aktuelles Bauchbild im Vergleich zur 1. Schwangerschaft. Vielleicht versteht ihr jetzt was ich meine, wenn ich sage ich weiß nicht wohin der Bauch noch wachsen will!

Eure Frau Planungeduld

Was würde ich wieder so machen …

Auch diese Gedanken spucken durch meinen Kopf und müssen aufgeschrieben werden. Diesen Beitrag habe ich nach M’s Schwangerschaft verfasst. In L’s und S’s Schwangerschaft traute ich mich nicht mehr ihn zu veröffentlichen. Aber auch nach dieser Schwangerschaft habe ich an ihm weiter gearbeitet. Tja und jetzt während der dritten Schwangerschaft – jetzt endlich werde ich ihn veröffentlichen!

Ich will wieder …

  • alle Medikamente so nehmen wie bei der Speckbohne. Das war eine lange Liste, aber es hat wohl geholfen –hab ich gemacht und es hat wieder geklappt – dieses Mal nahm ich L-Thyrox, Metformin und Fertilovit PCOS
  • eine Beleghebamme. Gerne wieder meine Hebamme oder ihre Kollegin, die etwas mehr auch den Medikamenten der Schulmedizin zugetan scheint. – genau so ist es gekommen, ich habe ihre Kollegin – und auch diesemal haben wir sie
  • parallel von Hebamme und FÄ betreut werden –das hat super funktioniert und in unserer Situation bin ich sehr froh darüber noch mehr bin ich glücklich über die Betreuungssituation, wobei ich auch noch von der Psychotherapeuten betreut werde
  • in den ersten 12 Wochen alle 2 Wochen zum US – auch das hat geklappt – auch das war wieder so. Gut für meine Nerven
  • Bauchbilder machen – noch mehr als das letzte Mal – mhm so wirklich erfolgreicher war ich damit nicht, wir schaffen nicht einmal ein Babybauchshooting mehr – diesesmal habe ich es geschafft, bis jetzt fast jede Woche ein Bauchbild zu machen, nur zum Schluss hin werde ich nachlässig
  • stolz auf meinen Babybauch sein – auch das ist schwierig, ich liebe ihn und soll ihn jetzt so früh gehen lassen – diesesmal ist der Bauch wunderschön, aber auch riesig und somit jetzt am Ende ziemlich im Weg
  • Ananas und Zimt essen – auch wenn es bei der Speckbohne nichts gebracht hat, war es lecker – tja bis zu diesem Zeitpunkt werde ich gar nicht kommen – ich hoffe, ich komme diesesmal wieder dazu. Jetzt ist der kleine Mann zu schwer, somit nichts mit zuckerhaltiger Ananas 😦
  • Tragen, von Anfang an in der Tragehilfe. Das ist unglaublich praktisch. das müssen wir schauen, ob das mit unserem Frühchen funktioniert. Unsere Erfahrung ist, dass es sehr gut funktioniert und es alle genießen – dieses Mal haben wir uns sogar noch ein Tragetuch gekauft, Tragen ist so schön
  • zum Physiotherapeuten um die Wehen zu unterstützen – auch das schaffen wir nicht mehr, aber er hat mir sehr geholfen meine Ansüannung aus dem Körper zu bekommen – er begleitet mich diesmal auch wieder, jetzt vorallem am Ende der Schwangerschaft eine Wohltat und Vorbereitung auf die Geburt
  • die geburtsvorbereitende Akupunktur – auch das brauchen wir leider nicht – ich hab vergessen meine Hebamme zu fragen (sie selbst macht es nicht), mal schauen ob es jetzt noch was bringt
  • Yoga für Schwangere machen – wird leider nicht angeboten 😦 ab Oktober startete mein Kurs, heute ist die letzte Stunde

Was ich anders machen will …

Nach der Geburt der Speckbohne und den großen Stillproblemen habe ich mir viele Gedanken gemacht, was ich anders machen möchte, wenn wir ein zweites Mal ein Wunder bekommen dürfen. Ich sammle jetzt mal alle Gedanken, die mir in den letzten Wochen und Monaten durch den Kopf gegangen sind.

Auch nach L’s Geburt habe ich mir Gedanken gemacht und jetzt in dieser Schwangerschaft auch.

  • Ich möchte mich nicht mehr so verrückt machen lassen von all den Messungen – tja so wirklich gut hat das nicht funktioniert. Wobei diesmal die Sorgen und Ängste leider berechtigt waren – bis jetzt zum Ende waren alle US unaufällig. Und jetzt wirft mich ein auffälliger US doch wieder aus dem Konzept. Ich habe es wirklich versucht, aber es ist so schwer.
  • Und nein, ich habe kein Schwangerschaftsdiabetes wenn die Werte so sind wie Nichtschwanger – diesmal war der oGTT unauffällig dieses Mal habe ich nicht mal den oGTT gemacht. Aber drei Tage Tagesprofil waren unauffällig und alle zufrieden damit. Jetzt am Ende musste ich nochmal messen, weil der Bauchumfang auffällig war. Trotzdem nichts zu auffällig.
  • Die Hebamme früher rufen – das letzte Mal hatte ich schon 14 Stunden Wehen bis ich sagte, sie solle das erste Mal vorbeikommen. Ich konnte die Wehen davor sehr gut veratmen, aber meine Kraftreserven wurden immer weniger – tja das wird diesmal ganz anders sein- es wurde ein Kaiserschnitt – unsere Hebamme besteht darauf frühzeitig gerufen zu werden, sie möchte mir in der Anfangsphase auch helfen können
  • Früher ins Krankenhaus gehen – ich ging erst nach 20 Stunden Wehen ins Krankenhaus, da waren die Kraftreserven schon fast aufgebraucht – ich werde schon vor der Geburt im Krankenhaus stationär sein, war dann nur den Tag vor der Geburt stationär, dafür aber 14 Tage danach – wir werden mit der Hebamme entscheiden, wann wir ins Krankenhaus gehen (wir hoffen früher, weil die Geburt schneller geht 🙂 )
  • Keine „Leck-mich-am-Ar…-Spritze“ – die habe ich überhaupt nicht vertragen und konnte so nicht mehr zu mir nehmen. Sollte es mir wieder so gehen, bestehe ich auf ne Glucose-Infusion – hab ich nicht gebraucht – dieses Mal wird es die Spritze nur in Kombination mit Vomex geben, damit ich mich nicht übergeben muss
  • Früher die PDA – das brachte Entspannung und mein Muttermund war innerhalb von 1 1/2 Stunden Schlaf vollständig geöffnet –war auch nicht nötig – vielleicht brauchen wir die dann gar nicht, wir lassen es auf uns zukommen
  • Ich wünsche mir keine OP nach der Geburt, ich will diese Zeit gemeinsam im Kreißsaal verbringen dürfen –wahrscheinlich komme ich aufgrund der zwei Plazenten nicht drumherum, tja oder es wird die noch größere OP ein Kaiserschnitt – es wurde der Kaiserschnitt – egal was kommt, wir werden im Kreißsaal kuscheln dürfen, das ist uns das Wichtigste!
  • Ich will eine Laktationsberaterin und mehr Unterstützung beim Stillen –habe ich auf der Neointensiv bekommen, das Stillen klappt gut – ich will im Kreißsaal schon anlegen und viel mehr Ruhe im Wochenbett, damit hoffe ich, dass wir um die Stillprobleme herumkommen (sonst sagen wir nochmal Hallo auf der Neointensiv für eine Stillberatung)
  • Ich will direkt eine Milchpumpe, sollte unser Wunder wieder so müde von der Geburt sein, will ich diesesmal den Milcheinschuss wenigstens ausgelöst bekommen und überhaupt die Chance zum Stillen haben – nach etwas Nachdruck habe ich sie auf Intensiv bekommen. Ich musste erstmal abpumpen, damit die Bauchmaus mit Muttermilch versorgt werden kann – ich hoffe wir kommen um die Milchpumpe herum, wenn nicht ist sie nicht mehr mein Feind, sonder die Möglichkeit überhaupt zu stillen
  • ICH WILL STILLEN – sollte es nicht voll klappen, würde ich wenigstens abpumpen. – es klappt! – mit dem kleinen Mann hoffentlich auch
  • Ich will die erste Zeit mehr genießen, eben ohne das ganze Stilldrama – das war schwierig. Im Wärmebettchen und den ganzen Schläuchen. Aber zu Hause haben wir uns viel Ruhe gegönnt – ich möchte ein ruhiges Wochenbett. Darauf besteht auch meine Hebamme.
  • Ich will mehr Bilder machen – vorallem am Anfang haben wir das total vergessen – das müssen wir diesemal auch, damit die große Schwester und die Familie sie überhaupt sehen kann. Jetzt zu Hause haben wir irgendwie wieder das gleiche Problem. – mal schauen wie wir das mit drei Kindern umgesetzt bekommen
  • Ich weiß nicht, ob ich einen Geburtsvorbereitungskurs machen würde, der hat mir nichts für die Geburt gebracht – hab ich nicht gemacht, war überhaupt keine Zeit bei den vielen Ereignissen in der Schwangerschaft mache ich wieder nicht

Unser Wunder – 34+4 Geburtsgespräch

Gestern war es soweit – meine Beleghebamme ist aus ihrem Urlaub zurück und wir hatten gestern abend nach dem St.-Martins-Umzug unser Geburtsgespräch. Ich habe mich sehr darauf gefreut, denn jetzt kann es beruhigt los gehen.

Zuerst wollte sie wissen wie es mir erging die letzten Wochen, aber weil L partout nicht schlafen wollte, habe ich irgendwie die Hälfte vergessen zu erzählen. Naja in zwei Wochen sehen wir uns wieder. Und dann hat sie schon angefangen den Aufnahmebogen fürs Krankenhaus auszufüllen. Unglaublich – wir werden davor nicht nochmal ins Krankenhaus gehen. Es gibt keinen Grund zur Vorstellung, da sie uns begleitet und alle Befunde unauffällig sind.

Die Geburt von L haben wir außen vor gelassen, da die Situation so ausergewöhnlich war und es diesemal eben anders läuft. Wir haben uns dann die Geburt von M vorgenommen und sollten erstmal aus unserer Sicht erzählen wie wir sie empfunden haben. Es war anstrengend aber auch interessant die einzelnen Schritte nochmal revuepassieren zu lassen. Die Eröffnungsphase hat sehr lange gedauert und die Wehen wirkten im Rücken, Hüfte und Beine. Sie meinte, dass es nicht sein muss, dass die Wehen sich wieder so anfühlen. Sollte es doch so sein, hätte sie eine Mittel, dass sie mir gerne geben würde, das könnte mir helfen. Sie möchte auch frühzeitig von mir informiert werden. Ich soll sie anrufen, weil sie einfach an der Stimme schon viel erkennen kann. Sie kommt dann entweder gleich vorbei, oder wir telefonieren nochmal oder wir machen einen Termin für etwas später. Sie möchte das frühzeitig wissen, damit man mir besser helfen kann. Wir entscheiden dann wie es weiter geht, ob wir ins Krankenhaus gehen oder noch etwas zu Hause bleiben. Auch sie ist dafür so lange wie möglich zu Hause zu bleiben.

Im Krankenhaus habe ich dann ein Schmerzmittel unter Ms Geburt bekommen, worauf ich mit starkem Erbrechen reagiert habe. Diesesmal werde ich dieses Mittel wieder bekommen, aber in Kombination mit Vomex. Dazu braucht es einen Zugang, aber das ist für mich okay. Wir haben entschieden nichts auszuschließen, auch nicht eine PDA. Aber wir wollen es erstmal so probieren, mit anderen Schmerzmitteln. Auch die Wanne habe ich diesesmal nicht ausgeschlossen. Wir werden einfach auf die Situation reagieren und immer wieder besprechen, was wir gerade brauchen. Normalerweise wird bei Aufnahme in den Kreißsaal wohl noch ein US gemacht, dass halte ich aber nicht für notwendig, vorallem nicht unter den Wehen. Sie braucht ihn auch nicht. Aber natürlich wird das CTG angelegt – um die Herztöne zu kontrollieren vor, während und nach den Wehen. Die Höhe der Ausschläge auf dem CTG während der Wehen sagt nichts über die Stärke aus. Sie meinte, sie sehe mir das schon an.

In der Austreibungsphase hat sie mir angeboten die Dammselbstkontrolle durchzuführen. Das bedeutet, dass wenn ich möchte und es mir zutraue nach dem Köpfchen fasse und dann selbst bestimme wie stark ich pressen möchte. Sie macht den Dammschutz und wenn ich nicht möchte übernimmt sie für mich oder sie leitet mich an. Sie wollte mir das nur jetzt schon sagen, damit ich nicht völlig überrascht im Kreißsaal davon bin. Erstmal war ich sehr erstaunt. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto einleuchtender ist es. Mal schauen ob ich es wirklich umsetzten kann.

Wenn der kleine Mann auf der Welt ist, lassen wir die Nabelschnur auspulsieren und ich darf entscheiden, ob ich ihn haben möchte oder erstmal mein Mann. Alles ist okay. Und dann soll die Plazenta geboren werden, vielleicht mit ihrerer Hilfe. Aber immer unter Mitteilung was sie macht.

Und dann kommt die Zeit auf die ich mich jetzt schon riesig freue. Das Kuscheln zu dritt – dass was wir noch nie hatten. Sie wird den kleinen Mann nicht ohne mich wiegen und vermessen. Selbst wenn eine Nachtastung oder ein Kaiserschnitt nötig wäre, würde sie das nie ohne mich machen. Und das ist mir so wichtig. Ich bin beruhigt, dass dieser Wunsch diesmal umgesetzt werden wird. Jetzt darf der Lieblingsmann noch entscheiden ob er die U1 machen möchte. Und dann werden wir zwischen 2-4 Stunden Kuschelzeit im Kreißsaal haben. Danach entscheiden wir wie lange wir im Krankenhaus bleiben wollen oder müssen. Erstmal haben wir gesagt eine Nacht – kommt natürlich auf die Geburtszeit an.

Als Geburtsvorbereitung soll ich mir mindestens einmal am Tag vorstellen wie ich und unser Sohn gemeinsam diese Geburt als Team meistern. Und ich anschließend die Plazenta gebäre. Diese Vorstellung hilft wohl beim loslassen – und das ist ein großes Problem von mir.

Wie geht es mir nach diesem Gespräch? Gerade kann ich die Geburt wirklich nicht erwarten. Ich freue mich darauf, auch wenn ich weiß, dass es sehr schmerzhaft werden wird. Aber ich kann es kaum erwarten den kleinen Mann in den Armen zu halten – unser Wunder. Ich muss noch an meinem Selbstvertrauen üben, dass ich das diesmal alleine mit meinem Mann und meiner Hebamme schaffe. Aber am liebsten wäre mir ich könnte ihn sobald als möglich in den Armen halten – natürlich nicht mehr als Frühchen und wir könnten ganz bald gemeinsam nach Hause gehen.

Ich fühle mich verstanden und wahnsinnig gut aufgehoben. Ich kann loslassen, weil ich weiß, dass meine Hebamme immer in meinem und seinem Sinne handeln wird und wir immer in Entscheidungen mit einbezogen werden.

Eure Frau Planungeduld

P.S.: Natürlich ist das unsere Traumvorstellung von Geburt – komplikationslos. Wir hoffen einfach, dass wir das auch mal erleben dürfen.

P.S.S.: Wir haben natürlich auch noch über das Wochenbett gesprochen. Vielleicht schaffe ich es das auch noch aufzuschreiben.

Unser Wunder – 34+0🎉

Wir haben sie erreicht – die 35. SSW!

Und hier ist alles ruhig😁 Der kleine Mann wird auf 2400 g geschätzt und 46 cm lang. Der Hb ist bei 11,7 somit kann ich die Eisentabletten absetzen!

Der Präeklampsie-Vorhersagewert ist weiterhin unauffällig, also sind wir bis zur 39. SSW sicher 🎉 Damit gab es gestern auch die letzte Dosis ASS 150. Wieder Tabletten weniger die ich nehmen muss. Und in einer Woche darf ich das Magnesium absetzen.

Ich kann es manchmal immer noch nicht fassen, dass es uns so gut geht und wir in 6 Wochen unseren kleinen Mann in die Arme schließen können. Ich kann es dieses Mal wirklich kaum noch erwarten.

Die Plazenta hat sich auch noch bewegt und zwar soweit, dass sie jetzt als Hinterwandplazenta ohne Befund zählt. Die Narbe ist unauffällig und somit spricht nichts mehr gegen eine vaginale Geburt. Am Montag kommt meine Beleghebamme endlich aus ihrem Urlaub zurück und wir haben Abends hoffentlich unser Geburtsgespräch.

Ach ich würde gerne über so viel schreiben was mir durch den Kopf geht. Hoffentlich schaffe ich es noch bevor der kleine Mann auf die Welt kommt 😊

Eure Frau Planungeduld

Unser Wunder – 31./32. SSW

So jetzt mal nur mit einem Tag Verspätung der Wochenrückblick. Da ich jetzt schon weiß, dass ich es nächste Woche nicht hinbekommen werde, wenn der Lieblingsmann Urlaub hat und die Mädels ein verlängertes Wochenende frei haben. Gerade ist der Lieblingsmann mit M im Schwimmkurs und L hört T*niebox (Werbung, unbezahlt). Somit habe ich kurz Zeit am Laptop zu schreiben.

Mit diesem Beitrag bin ich schon bei SSW 32+1 angekommen und könnte jetzt ruhigen Gewissens hier im Krankenhaus entbinden. Wobei meine Beleghebamme noch 2 1/2 Wochen Urlaub hat – somit bleibt bitte alles ruhig hier. Der Blutdruck, die Wassereinlagerungen und der s-flit/pigf-Wert mit 3,8 sagen auch nichts anderes voraus. Auch der Gebärmutterhals ist noch über 5 cm und der Muttermund fest verschlossen – aber auch kein Wunder, denn da drückt noch kein Köpfchen drauf. Der kleine Mann turnt noch fleißig herum und liegt meistens in Querlage/Schräglage. Aber nicht mit dem Köpfchen nach unten🙈. In 2 Wochen habe ich wieder FA-Termin, mal schauen was er sich bis dahin einfallen lässt. Wenn er immer noch so liegt, soll ich meine Hebamme von M kontaktieren, damit wir mit Akupunktur eingreifen können. Letzte Woche beim US wurde der kleine Mann auf 1800 g geschätzt und 42 cm. Somit haben wir Ls Geburtsgewicht überschritten🎉. Bei der Größe muss er noch etwas aufholen – wobei die Werte fast mit Ms Werten übereinstimmen. Wir sind ja mal gespannt. Die Plazenta hat sich auch noch etwas bewegt. Es ist jetzt nur noch eine tiefsitzende Plazenta mit 0,8-1,5 cm Abstand zum inneren Muttermund. Das Blutungrisiko ist somit immer noch hoch und damit die Gefahr für einen Notkaiserschnitt.🤔 Wir warten den nächsten US mal ab und werden dann beim Geburtsplanungsgespräch mit unserer Hebamme mal erörtern welchen Weg wir gehen werden – ob spontan Geburt oder geplanter Kaiserschnitt.

Diese Woche war auch das erste Mal Yoga für Schwangere. Den Kurs habe ich bei M schon belegt. Mir viel es wahnsinnig schwer abzuschalten, eher wäre ich bei den Entspannungsübungen eingeschlafen. Was sicherlich an den letzten beiden super stressigen Wochen lag, da der Lieblingsmann kurzfristig einen Termin für eine wichtige Prüfung erhalten hat. Somit habe ich ihm alles abgenommen und war mit den Mädels kaum zu Hause. Das merke ich jetzt sehr deutlich, dass meine Kraftreserven da sehr aufgebraucht wurden. Die Reserven sind sowieso schon nicht so hoch. Die Prüfung ist jetzt bestanden und bei uns kehrt seit Dienstag wieder etwas Normalität ein. Ab November hat der Lieblingsmann auch eine Unterrichtsverpflichtung weniger und ich damit Mittwochs mehr Entlastung.

Wir haben ganz viele Klamotten von einer früheren Klassenkameradin und heute Mit-Kita-Mama für den kleinen Mann geschenkt bekommen. Die Größen 50/56 sind vollständig gewaschen und eingeräumt. Die Größe 62 steht in einer Kiste im Keller bereit, damit sie dann gewaschen werden kann, wenn sie benötigt wird. Der kleine Mann hat immer noch keinen Namen, wir müssen uns demnächst wirklich endlich mal festlegen. Ich habe ja einen Favoriten, aber der Lieblingsmann verbindet mit so vielen Namen so unterschiedliche Schicksale von Kindern – ich glaube wir werden nicht mehr fündig. 🙈🤦‍♀️

Vermisst du etwas? keine Schmerzen zu haben

Lust auf? –

Ist dir übel? –

Junge/Mädchen? Junge

Symptome? Erste Wassereinlagerungen, Schmerzen im Unterbauch

Laune? Besser, entspannter, vorfreudig

Worauf freust du dich am meisten? Urlaub vom Lieblingsmann, Erholung und Entspannung

Gekauft für das Baby?

Gekauft für die Mama? Bauchgefühl von K*iserschlüpfer (Werbung, unbezahlt)

Gewicht: + 7 kg

Körper? Die ersten Wehwehchen fangen an – beim Bücken etc. Ich bin nicht mehr so Leistungsfähig wie ich gerne sein möchte. Die Schmerzen an den Bauchmuskeln an der Narbe sind teilweise so schlimm, dass ich nicht aufstehen kann. Es wird etwas besser durch Physio, Wärme und der Stützunterwäsche von Kaiserschlüpfer.

Psyche? Mir geht es soweit gut, auch wenn ich gerade nicht weiß welcher Weg für mich besser wäre. Spontane Geburt oder ein geplanter Kaiserschnitt – es hat alles seine Vor- und Nachteile. Gibt es einen sicheren Weg – Nein. Einen scheinbar sichereren, ja das schon – aber wie wird es mir damit gehen? Für uns ist vorallem die Zeit nach der Geburt wichtig – wir würden so gerne mal zu dritt kuscheln können. Das hatten wir noch nie direkt nach der Geburt. Und das ist uns eigentlich viel wichtiger, als der Weg dorthin. Ich habe das Gefühl, ich bräuchte dringend ein Gespräch mit meiner Hebamme darüber – das muss leider noch ein bisschen warten.